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die memorien einer vielfachen mutter

mein name ist daysi. nein, diesen namen habe ich mir nicht selbst ausgesucht, aber ich finde ihn trotzdem ganz nett. da ich jetzt keine babys mehr bekommen kann, ist das leben schon ein wenig eintönig. deshalb habe ich mich entschlossen, einfach einmal meine geschichte zu schreiben. zum einen bin ich der meinung, dass ich ein aussergewöhnlich interessates und nicht gerade alltägliches leben führe, zum anderen macht es mir auch spaß zu schreiben. die ersten wochen meines lebens verbrachte ich in der küche eines bauernhofes. als ich so ungefähr 6 wochen alt war, wurden meine geschwister eines nach dem anderen von irgendwelchen leuten abgeholt und kamen nicht wieder. ich hörte, wie die leute, die meine mutter und mich versorgten sagten, ich würde wohl dableiben, weil ich so hässlich wäre.

ach ja, ich vergaß zu erwähnen, dass ich eine katze bin..... und ich meine, dass ich zwar keine schönheit bin, aber auch nicht hässlich. schließlich habe ich jeden kater haben können, der mir gefiel. aber dazu später mehr.

eines tages klingelte das telefon und das weibchen von meiner familie sprach mit unbekannten leuten und war plötzlich ganz aufgeregt. ich hörte, wie sie sagte, dass die leute sich die fussige lieber erst einmal anschauen sollten, bevor sie sich entschliessen, sie mitzunehmen. eine halbe stunde später kam dann ein menschenpärchen zu uns. wir waren alle in der küche und ich spielte mit meinem lieblingspielzeug, einer fliegenklatsche, wie meine leute das nannten.

die menschen unterhielten sich über mich und das weibchen, jo heisst sie, spielte mit mir. ich mochte sie von anfang an und sie mich wohl auch. jedenfalls hat sie mich lange gestreichelt und mit mir geredet. dann gingen sie wieder und kamen innerhalb der nächsten wochen mehrmals zu besuch. das letzte mal werde ich nie vergessen. jo mahm mich auch auf den arm und summte mir so beruhigend ins ohr. sie ging einige male in der küche hin und her und dann waren wir plötzlich in so einem brummenden raum, der sich bewegte. ich war nicht weiter beunruhigt, weil ich mich sehr wohl fühlte bei jo auf dem arm unter ihrer warmen jacke. ausserdem beruhigte es mich sehr, dass jo die ganze zeit leise für mich sang.

plötzlich hörte das brummen auf, aber jo sang weiter und ging mit mir in ein haus. hier setzte sie mich dann auf den fußboden und sagte mir, dass ich nun zu hause wäre. so auf den ersten blick gefiel es mir hier, zumal auch mein lieblingspielzeug vor mir auf den boden lag. aber zuerst musste ich mich hier einmal umsehen. also machte ich mich auf den weg, jeden winkel zu erkunden. es war alles da, was ich mir wüschte. nur gab es da noch eine andere katze, die schon ein wenig älter war. die "dicke" wie sie genannt wurde, drehte sich aber um und ging, als ich sie begrüßen wollte. jo meinte, die wird sich schon an mich gewöhnen und ich glaubte ihr das. dann wollte ich auch sehen, wie es draussen aussieht und riecht, aber jo meinte, das wäre noch zu früh. ich sollte mich erst einmal einleben, dann dürfte ich auch in den garten.

einige tage später zeigte jo mir den garten. es war einfach wundervoll! hier konnte ich herumtollen, auf bäumen herumklettern und es gab viele kleine tiere, die ich jagen konnte. sogar mäuse waren zu finden, wenn ich nur geduldig und still am richtigen platz wartete, bis sie aus ihren in der erde verborgenen wohnungen heraus kamen.

ja, hier ließ es sich gut leben und die dicke gewöhnte sich auch an meine gegenwart und erzählte mir ihre geschichte. sie lebte schon viele jahre mit jo zusammen. später kam ein mann dazu und dann der umzug in dieses haus. auch die dicke lebte gern hier, sagte sie. mäuse zu fangen, war ihr aber zu anstrengend, viel lieber lag sie lang ausgestreckt in der sonne oder auf der fensterbank über der heizung. als ich ihr einmal eine maus schenke, hat sie nur ein wenig damit gespielt. gegessen hat sie sie nicht. na ja jo kocht uns ab und zu auch mal so richtig gutes essen, aber es geht doch nichts über eine selbstgefangene maus meine ich. die dicke erzählte mir auch, dass sie schon mal einen gefährten hatte. es war ein roter kater, der auch als kleiner kater ins haus kam. er war eine zeit lang sehr krank, hat dann noch so etwa ein jahr hier gelebt und was dann auf einmal verschwunden. mit ihm hatte die dicke sich gut verstanden und als er nicht mehr da war, hat sie ihn sehr vermisst, aber jo hat fast 2 jahre gebraucht, bis sie sich entschließen konnte, wieder eine neue katze ins haus zu holen.

obwohl die dicke und ich so verschieden waren und kaum gemeinsame interesssen hatten, haben wir uns gut verstanden, denn wir waren nicht allein und konnten uns unterhalten, wenn jo und ihr mann arbeiten gingen und die dicke nicht gerade schlief oder ich unterwegs war.

oft bekamen wir auch besuch von anderen katzen, die in der nachbarschaft wohnten. aber die dicke hat sie immer verjagt, sobald sie in unseren garten kamen. nur die kater durften bleiben. die dicke konnte keine babys mehr bekommen, aber mit den katern hat sich sich immer gut verstanden. sie mochte es einfach, bewundert und angehimmelt zu werden. ja sie war aber auch eine schönheit und das wusste sie auch. sie hatte blaue augen und eine schönen braune maske im gesicht. ansonsten war sie bis auf ihren weissen bauch beige. ihr vater war wohl ein siam-kater gewesen. jo hatte sie in einem zoogeschäft in einem papageienkäfig gesehen und da hat sie mit der pfote durch gitter gelangt und jo mit ihren krallen am pullover festgehalten, jo angeschaut und ganz leise miau gesagt. da hat jo sie mit nach hause genommen.

da fällt mir noch eine lustige geschichte ein, die mir die dicke, die eigentlich nie dick war, erzählt hat.

als jo ihren mann kennenlernte und er dann später in ihre wohnung einzog, wollte er nicht, dass die dicke bei den beiden im bett schläft. jo war zum schein damit einverstanden weil der mann noch nie mit einem tier zusammen gelebt hatte, hatte der dicken aber gesagt, dass sie es gemeinsam schon schaffen würden, den bernd davon zu überzeugen, dass eine katze sehr wohl im bett von menschen schlafen darf. als dann vor der verschlossenen schlafzimmertür von dem teppichboden nur noch einige fäden da waren, war der bernd dann soweit. die dicke durfte ins schlafzimer und im bett schlafen. das sah dann so aus, dass die dicke das kopfkissen von bernd ganz für sich beanspruchte und er es ihr auch gern freiwillig überließ. er selbst lag mit seinem kopf auf dem untersten rand des kissens und seine füsse waren 20 cm länger als das bett.

irgendwann, als ich fast erwachsen war, fühlte ich mich so unruhig. ich wollte dauernd gestreichelt werden und doch war das irgendwie nie genug. die kater aus der nachbarschaft kamen jetzt häufiger und interrressierten sich plötzlich sehr für mich. im garten duftete es überall nach ihnen. dieser duft machte mich noch aufgeregter, aber wenn ein kater mir zu nahe kam fauchte ich ihn an. manchmal, wenn zwei kater da waren, haben haben sie schräg versetzt voreinander gestanden und böse lieder gesungen, bis einer gegangen ist. oft hat einer für mich gesungen, wenn ich nicht draussen war. dann bin ich in den garten gegangen und habe mir seinen gesang angehört. einer, so ein grau-weiß-schwarzer hat eine besonders schöne stimme gehabt. wenn er mich gerufen hat, konnte ich einfach nicht anders, dann bin ich seinem ruf gefolgt. nachdem ich einige zeit mit ihm zusammen war, ging es mir besser und ich fühlte mich wieder wohl.

nach einigen wochen wurde ich wieder unruhig, aber ich wusste irgendwie, dass ich mir einen platz suchen muss, um zu gebähren. ich jammerte jo an und sie half mir bei der suche. sie sagte mir zwar, sie hätte schon ein schönes plätzchen vorbereitet, aber ich gab ihr zu verstehen, dass es mir nicht gefiel. also gingen wir durch ganze haus bis ich eins fand. als es dann soweit war, hatte ich grosse schmerzen. es dauerte sehr lange und ich hatte nur noch wenig kraft. jo versuchte mich zu beruhigen und sang mir wieder was vor. als dann das junge endlich da war, war es nicht mehr am leben. es war mit dem hinterteil zuerst gekommen und erstickt. jo konnte mir auch nicht helfen, obwohl sie es versucht hatte.

ich erholte mich schnell wieder und als ich dann wieder unruhig wurde und der grau-schwarz-weiße kater wieder kam, war ich häufiger mit ihm zusammen. die anderen interressierten mich nicht und ihn kannte ich ja schon so gut. einmal stand er draussen auf der fensterbank und sang für mich. ich lag drinnen auf der fensterbank und hatte eigentlich keine lust, nach drussen zu gehen, weil es sehr kalt war und geschneit hatte. zuerst bin ich auch noch liegen geblieben und habe seinen gesang genossen, dann bin ich aber auf sein bitten hin doch raus gegangen. ein anderes mal hatte ich tief und fest geschlafen, als jo plötzlich sagte: "ja, wer ist denn da?" da stand der kater schon in der wohnung und wollte mich abholen. jo hat ihn dann zur tür begleitet und ich bin durch die katzenklappe raus.

wieder war es soweit, einen platz zu suchen und wieder half jo mir dabei. jo hat inzwischen eingesehen, dass ich nicht in einer kiste meine kleinen bekommen will. diemal war es schon ein wenig leichter. ich wusste ja jetzt auch besser bescheid, was auf mich zukommt, war aber trotzdem sehr aufgeregt. jo sang mir wieder was vor und alles ging gut. ich hatte 2 süße grau-weiss-schwarze babys bekommen. jo hat mich und die kleinen sehr bewundert und wir waren sehr stolz auf mich. es waren ein mädel und ein junge, die jo, als sie 12 wochen alt waren einem befreundeten paar, das sich ein haus auf dem land gekauft hatte, gegeben hat. damit war ich einverstanden, weil die beiden zusammenbleiben konnten und die leute sehr lieb zu katzen sind. der junge, heute ein stolzer kater, heisst moto. seine schwester, die mich inzwischen zur großmutter gemacht hat, wurde guzzi genannt. ich persönlich finde die namen ja nicht so schön, weil sie zusammen moto guzzi heißen und jo so eine laute maschine hat, die auch so heißt.

jo meinte, ich könnte noch einmal junge bekommen und dann wollte sie mich zum tierarzt bringen. darüber habe ich lange nachgedacht und verstanden, was jo damit meinte. zumal mir die dicke auch verraten hatte, warum sie keine babys mehr bekommen konnte. jo sagte die nächsten kleinen miezekatzen, die ich bekomme, die behalten wir.

als ich dann wieder unruhig wurde und mein freund wieder häufiger kam, war mir die ganze tragweite dieses geschehens schon bewusst. dieses kribbeliche gefühl würde nicht aufhören, soviel wie ich mich auch auf dem boden herumrollte oder gestreichelt wurde, es würde nicht aufhören, bis ich mich meinem freund hingab. wenn dies auch sehr schmerzhaft war, so würde ich doch nicht eher zu meiner ersehnten ruhe kommen. als mein freund eines tages nicht gekommen war, machte ich mich auf den weg, ihn zu suchen. unterwegs traf ich auf einen sehr schüchternen schwarzen kater, der mich aus großen grünen augen ansah. sein blick faszinierte mich so sehr, dass ich meine absicht, zu meinen freund zu gehen vergaß und blieb, wo ich war. das kribbeln in meinem bauch wurde so schlimm, dass ich mich auf dem boden herumrollte in der hoffnung, dies würde helfen. der kater nahm mein verhalten erstaunt zur kenntnis und kam neugierig näher. ich konnte es kaum noch aushalten und bat den kater, mir zu helfen. so kam es, wie es kommen musste. danach ging es mir auch wirklich besser und der schwarze und ich verabschiedeten uns in aller freundschaft voneinander.

dieses mal war ich allein, als die zeit gekommen war. ich brachte die kleinen allein zur welt, weil jo katzenfutter verdienen war, wie sie immer sagte. vermisst habe ich sie schon, vor allem weil ich es gern hatte, wenn sie mir etwas vorsang und mich so immer beruhigte und tröstete. als sie endlich nach hause kam saß ich schon im flur, weil ich es nicht erwarten konnte, ihr meine süssen kleinen zu zeigen. ich war so stolz, dass ich es ganz allein geschafft hatte. jo hat mich sofort verstanden und ist mir nach oben ins schlafzimmer gefolgt. ich legte mich zu meinen babys, die sofort begannen, sich eine meiner gut gefüllten milchzitzen zu suchen und schmatzend daraus tranken. jo legte sich zu uns und ich fühlte mich so wohl, dass ich schnurrte. jo bewunderte mich und meine babys und sang uns wieder mit ihrer beruhigenden stimme was vor, dass ich vor lauter wohlbehagen noch lauter schnurrte. über das schwarze mädel mit der weißen nase, dem weißen fleck auf der brust und den weißen pfoten hat jo kein wort verloren, sondern nur verständnisvoll wissend gegrinst. zwei mädels waren grau-weiß-schwarz, wie mein freund und das vierte mädel hatte sehr große ähnlichkeit mit mir.

jo hat ihr versprechen gehalten. ausser dem einen grau-weiß-scharzen weibchen, dass tödlich verunglückte, leben die anderen drei schwestern immer noch bei uns. sie heißen kuschel, pinky und pipsi. diese namen haben sie sich durch aussehen oder verhalten erworden. wie es zu diesen namen kam, kann jo besser erklären. ich hingegen machte mir jetzt sorgen wegen des besuches beim tierarzt, wie jo es angekündigt hatte. ich war gern mutter und wollte noch kinder haben. für mich war es wirklich eine erfüllung und machte mich glücklich, wenn ich für meine baybis sorgen konnte. wennn ich der meinung war, jo könnte sich nun auch ein wenig mehr um die kleinen kümmern, brachte ich sie hinunter ins wohnzimmer. meistens genügte es, wenn ich eines herunterbrachte und jo bat, die anderen zu holen. sie hat mich immer verstanden. auch wenn es zeit war, dass sie die kleinen nun auch mit verorgen musste oder wenn es zeit war, dass die kleinen lernten, auf katzenklo zu gehen. ich brauchte jo nur anzusehen und mrrrrrr zu machen, dann wusste sie, was ich wollte. wenn die kleinen alt genug waren, brachte ich ihnen lebende mäuse, damit sie lernten, wie sie selbst welche fangen können. ich brachte ihnen bei, aufs katzenklo zu gehen, solange sie noch nicht alt genug waren, nach draussen zu gehen und ermunterte sie, wenn sie das erste mal in den garten sollten und angst vor dem unbekannten hatten. es war einfach schön, mutter zu sein. nun grübelte ich um eine möglichkeit zu finden, nicht zu tierarzt gebracht zu werden. ich wusste, wenn jo merkte, dass ich meinen töchtern eine ohrfeige gab, um ihnen klar zu machen, dass sie langsam selbst die verantwortung für sich übernehmen müssten und sich nicht mehr nur an meiner milchbar bedienen konnten, würde sie mich auch bald zum tierarzt bringen. vor allem, wenn sie merkte, dass ich wieder “rollig”, wie sie es nannte, werde.

nein, ich wollte nicht zum tierarzt gebracht werden! also musste ich jo überlisten. ich ließ mir nichts anmerken und als ich wieder unruhig wurde und das nicht mehr vor jo verbergen konnte, kam ich nicht nach hause. ich blieb einfach draußen. wenn ich hunger hatte, fing ich mir eine maus und wenn ich müde wurde, suchte ich mir ein kuscheliges plätzchen zum schlafen. ich habe jo beobachtet, als sie mich gesucht und gerufen hat, habe ich aber vor ihr versteckt gehalten. gewissensbisse hatte ich nicht, aber jo hat mir schon ein wenig leid getan, weil ich auch wusste,dass sie sich sorgen um mich macht. ich wusste aber auch, dass sie mich zum tierarzt bringen würde, wenn ich mich zeigen würde. na ja, und einen freund hatte jo ja auch wieder. sie wäre je nicht ganz allein im haus. der rebell, so nannte jo ihn, liebte nicht nur jo, sondern auch uns katzen sehr.

jo fragte mich einmal, warum ich mich nicht mit dem hübschen roten kater anfreunden wollte. sie hat sich rote kätzchen gewünscht und gehofft, ich würde welche bekommen. auch darüber habe ich lange nachgedacht. ich bin ja auch ein wenig rot. ausserdem schwarz und auch ein wenig weiss. jo findet aber auch ganz rote katzen sehr schön. der kater, der damals verschwunden war, der war ja auch rot, wie mir die dicke berichtet hatte. ich bin nicht sicher, ob ich es jo zuliebe getan habe oder weil mir der rote kater inzwischen auch gefällt. na ja und dann war da noch der schwarze kater..... den kenne ich ja auch schon länger. der hatte so wunderschöne augen. ich fühlte mich einfach phantastisch, dass diese drei kater mich umgarnten und für mich die schönsten lieder sangen. das wetter war wunderbar und ich hielt mich fast nur draussen auf. übermütig ließ ich mich einen tag mit dem einen, den anderen tag mit dem anderen ein. wenn sie auch vom wesen her sehr unterschiedlich waren, so mochte ich sie doch alle drei.der rote war schon ein wenig älter und sehr erfahren. er war ruhig selbstsicher und unnabhängig. der schwarze war sehr scheu und fremden gegenüber sehr misstrauisch. mit ihm habe ich mich immer heimlich getroffen, weil er die öffentlichkeit scheute. wenn wir allein waren, war er sehr zärtlichkeitsbedürftigt und liebevoll. mein erster freund, der grau-weiß-schwarze, war ziemlich frech und hatte immer so ein leicht anzügliches grinsen im gesicht, dass aber nicht obzön wirkte, sondern eher spitzbübisch.

jeder auf von ihnen war auf seine art schön. der rote hatte bernsteinfarbende augen und einen weißen fleck auf der brust, der schwarze hatte die grünsten augen, die ich je gesehen hatte und und sah immer ein wenig verwundert und erstaunt aus. mein erster freund war einfach ein ganz lieber und hatte sanfte türkisfarbene augen.

vier wochen war ich unterwegs gewesen als ich beschloss, wieder nach hause zu gehen. jetzt konnte mir sicher nichts mehr passieren. ich musste jo nur klarmachen, dass ich tragend war. sie würde sich schon damit abfinden, da war ich sicher. ich lief also selbstbewusst, den bauch schön dick gemacht ins haus als die haustür offen stand. jo sah mich auch gleich und freute sich sehr, dass ich endlich wieder da war und mir nichts passiert war. ich lief um jo herum scchmiegte mich an sie und schnurrte laut und war auch glücklich, wieder zu hause zu sein. dabei achtete ich immer darauf, den bauch schön herrauszustrecken, damit jo sehen konnte, dass ich tragend war. der rebell kam auch dazu, die beiden sahen mich an, sahen sich dann in die augen und............. ja, die beiden wussten bescheid. sie zuckten resigniert mit den schultern, seufzten ergeben und streichelten mich dann ausgiebigst.

puh........ das war gut gegangen, ich war dann doch sehr erleichtert.

die schwangerschaft war für mich eine glückliche, ruhige und besinnliche zeit. ich war ausgeglichen und ruhig, ging meinen täglichen beschäftigungen nach und hatte einen guten appetit. für jo fing ich manchmal auch eine maus und schenkte sie ihr. sie hat sich immer darüber gefreut. ob sie sie gegessen hat weiss ich allerdings nicht so genau, weil sie das nie in meiner gegenwart tat. einmal war sie krank und lag tagelang im bett. da habe ich ihr eine lebende maus ins bett gebracht, damit sie noch ein wenig damit spielen kann. vielleicht geht es ihr dann wieder besser, dachte ich. als die maus unter ihr kopfkisssen krabbelte, ist sie wach geworden und hat sogar licht angemacht. sie hat sich beim fangen der maus aber sehr ungeschickt angestellt, denn sie ist ihr entkommen. na ja, da habe ich dann eben solange vor dem schrank gewartet, bis sie wieder hervorkam und hab sie selbst gegessen, weil jo inzwischen schon wieder schlief.

fortsetzung folgt :-)

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